overclocking pro und kontra

Kaufempfehlungen, Hardwaretips, Softwareprobleme, Overclocking, Technikfragen ohne Bezug zu DC.
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Norman
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overclocking pro und kontra

#1 Ungelesener Beitrag von Norman » 27.02.2006 07:16

hoi ,

ich wollte mal erfragen wer hier eigentlich seine rechner overclocked hat (oder vor hat) oder warum das nicht in frage kommt?

zum beispiel:

pro:
- steigerung der leistungsfähigkeit des systems
- ersparnis gegenüber höher getakteten (orig.) cpu im laden
- schnellere berechnung von DC WU´s
usw.
usw.
usw.



kontra:
- lebensdauer sinkt meist rapide trotz bester kühlung
- elektromigration
- garantieverlust auf die systemkomponenten
- fehlerhafte results bei DC-projekten steigt

usw.
usw.
usw.
usw.


legt mal los :blush:

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laguna
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#2 Ungelesener Beitrag von laguna » 27.02.2006 08:32

Overclocking ist für mich prinzipiell kein Thema, da es bei den von mir verwalteten Rechnern auf eine möglichst große Stabilität des Systems ankommt.
Das Erlöschen der Garantie, kürzere Lebensdauer usw. sind ebenfalls Punkte, die für mich klar gegen Overclocking sprechen. Die Kisten müssen halten bis
sie technisch so überholt sind, dass 99% der Leute hier sie nicht mal mehr mit Handschuhen anfassen würden ;-)

Eine Ausnahme gibt es allerdings. Meinen privaten Duron.
Den habe ich von 800 auf 848 MHz moderat gesteigert.
Bei 800 MHz schafft er es einfach nicht die Videos von der DV-Kamera sauber einzulesen. Erst bei 848MHz gibt es keine dropped Frames mehr.
Wird halt doch mal Zeit, daß ich den ersetze.
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Dennis Kautz
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#3 Ungelesener Beitrag von Dennis Kautz » 27.02.2006 08:56

laguna2 hat geschrieben:Overclocking ist für mich prinzipiell kein Thema, da es bei den von mir verwalteten Rechnern auf eine möglichst große Stabilität des Systems ankommt.
Dito. Bei mir ist es gleich, wobei für mich auch sehr wichtig ist, dass die DC-Programme keine falschen Ergebnisse abliefern.

Bisher bin ich damit immer gut gefahren, denn während bei meinen Bekannten, die übertakten, ständig neue Prozessoren fällig sind, ist mir noch nicht ein einziger Rechner vorzeitig verschieden.

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Michael H.W. Weber
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#4 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 27.02.2006 11:56

Ich habe zwar oft mit Overclocking herumgespielt, in der Dauerpraxis jedoch habe ich keine übertakteten Maschinen laufen. Ich weiß allerdings von anderen, daß es scheinbar keine Lebensdauerverringerung durch Übertaktung gibt - jedenfalls nicht innerhalb der Lebensspanne in der man eine CPU normalerweise verwendet - also sagen wir ca. 6 Jahre Dauerbetrieb. Daß es eine signifikante Menge an Fehlrechnungen gibt, halte ich ebenfalls für zweifelhaft. Selbst meine nichtübertakteten Maschinen liefern gelegentlich eine WU ab, die nicht verifiziert werden kann. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Bei Leuten, die übertatet haben, sehe ich keine erhöhte Rate an falschberechneten WUs. Was den Garantieverlust betrifft, so bin ich mir nicht sicher, ob heutige Massenwarenhersteller sich die Mühe machen oder überhaupt technisch in der Lage sind, eine durch Übertaktung gestorbene Komponente von einer zu unterscheiden, die ein "normaler Garantiefall" ist. Als Fazit habe ich deshalb Null Bedenken gegen Übertaktung - mit einer Ausnahme: Man sollte sicherstellen, daß einem nicht die Hütte abbrennt! Das ist mir insofern wichtig, als meine Kisten auch während mehrwöchiger Urlaubszeiten durchlaufen und da möchte ich nicht jeden Urlaubstag schweißgebadet aufwachen und mir ausmalen, wie mein Wohnzimmer nach einem Flächenbrand aussieht... :lol:

Michael.
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#5 Ungelesener Beitrag von BrainMcFly » 27.02.2006 14:33

ebenfalls dito, ich habe viel mit übertakten rumgespielt, vor ein paar jahren hab ich es geschafft, nen pentium 60 stabil als 120MHz laufen zu lassen, Bei heutigen rechnern schaffe ich es gerade mal so 10% mehr leistung herauszukitzeln, was ich allerdings mit stabilität bezahle, Ich konzentriere mich lieber drauf, meine rechner möglichst leise zu bekommen und "rockstable", so dass die kisten 24/7 durchlaufen können. Mit meiner derzeitigen rechenleistung bin ich mehr als zufrieden.

Arnim Weber

#6 Ungelesener Beitrag von Arnim Weber » 27.02.2006 17:16

Also ich habe früher als ich in der Uni noch ordentlich Rechner zur Verfügung hatte, diese auch der Stabilität wegen nicht übertaktet.

Privat sehe ich das aber anders:
Wie Michael schon sagte, habe ich noch nie eine CPU in einem Zeitrahmen kaputt bekommen, den eine CPU überdauern sollte.
Meinen alten XP2400+ der mit FSB 133 laut Hersteller läuft, habe ich mit FSB 200 laufen gelassen. Dies bringt schon einen ordentlichen Geschwindigkeitszuwachs. Die CPU war dabei noch nicht mal übertaktet, obwohl sie auch mit 2,1 GHz statt 2 GHz Monate lang lief.

Ich habe mir vor 6 Wochen einen AMD64 3700+ (2,2 GHz SanDiego) besorgt. Diese CPU läuft bei mir ohne die Core-Spannung von 1,4V zu erhöhen stabil bei 2,6 GHz. Die Temperatur nimmt dabei unter Volllast nur um 3 Grad zu!!! 2,9 GHz läuft auch und sicherlich noch höher, wenn man die Corespannung erhöht. Ich mach dies aber nicht, da damit auch die Stromkosten steigen.
Eine Übertaktung von 2,2 auf 2,5 GHz führt zu einem Mehrverbrauch an Strom von ca. 8Watt.
Bei SIMAP bringt das Übertakten auf 2,6 GHz etwa 3.5 min/WU (30 min zu 26,5).
Man sollte den Übertakteten Rechner mit Prime95 testen. Ich hatte bei einer zu hohen Übertaktung > 2,7 GHz bereits nach wenigen Sekunden Rundungsfehler bei Prime.
Wer seinen AMD übertakten will, der sollte mal hier schauen:
http://www.planet3dnow.de/vbulletin/sho ... 8&t=182086

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oe-floppy
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#7 Ungelesener Beitrag von oe-floppy » 27.02.2006 19:37

@ Michael:

Wie jetzt? Kann die Bude auch abfackeln, wenn die CPU dahinstirbt? Ich dachte, das geht nur, wenn das Netzteil kaputt geht.
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Michael H.W. Weber
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#8 Ungelesener Beitrag von Michael H.W. Weber » 27.02.2006 20:53

Wer weiß schon, was genau im Einzelfall passieren kann? Ich gehe daher lieber auf Nummer sicher. :wink:

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#9 Ungelesener Beitrag von BrainMcFly » 28.02.2006 12:57

gibts auch ein nettes video von tomshardware, was passiert wenn der kühler abfällt:

http://www2.tomshardware.de/cpu/20010914/index.html

ist aber bei den heutigen prozessoren nicht mehr möglich, weil die nen überhitzungsschutz haben

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#10 Ungelesener Beitrag von MarV-i-N » 28.02.2006 13:26

Also ich hab bis jetzt mit Overclocking nur gute Erfahrungen gemacht und werd meinen neuen Rechner, der hoffentlich in den nächsten Tagen kommt, auch wieder übertakten. Eiegntlich aus dem einzigen Grund um die größte Performance für mein Geld zu bekommen.
Dabei ist relativ egal das sich die Lebenszeit verringert, denn wenn die wirklich von 10 auf 6 Jahre sinkt, was solls, in 4-5 Jahren kommt eh wieder ein neuer Prozessor.
Das einzige Kriterium das erfüllt werden muss ist das der Rechner :attention: STABIL :attention: läuft, wenn er das nicht tut wird halt was runter getaktet...

Und nur mal so zur Info, der neue Rechner ist ein
Athlon 64 X2 3800+
Epox 9NPA+ Ultra
1GB GEiL PC4000 Cl 2,5- 7-4-4
Thermaltake Big Typhoon

Wenn alles klappt wie es soll läuft er dann auf 2x 2500Mhz und das sollte für alles reichen... :evil2: :evil2:
Und klar läuft er an für die TaskForce


ciao MarV-i-N
Aktives Projekt: POEM@Home

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Gast

#11 Ungelesener Beitrag von Gast » 05.03.2006 21:00

Ich hab jeden Rechner übertaktet so es die Optionen des Mainboards das zulassen, und alle bis an die Grenzen der Stabilität.

Laufen alle im 24/7 Betrieb mit BOINC und falsche Ergebnisse hab ich mit Predictor auch nicht.
-> http://predictor.scripps.edu/results.ph ... ffset=2500

Man sollte allerdings schon wissen was welche Einstellung genau bewirkt und sich etwas mit Übertakten auseinandersetzen bevor man wild anfängt irgendwo rumzudrehen. Dann gibt es auch keine Probleme mit der Stabilität im Dauerbetrieb.

Langzeittest ist quasi in Progress, mein AMD 2.600+ Mobile läuft nun seit etwa 3 Jahren durchgängig 24/7 und ist übertaktet von 133x15=2.000 MHz auf 12x200=2.400 MHz.

Immer schön auf eine gute Kühlung achten und zum Test Prime95 mehrere Stunden laufen lassen, dann steht dem sicheren Übertakten nichts mehr im Weg 8)

EselMetaller

#12 Ungelesener Beitrag von EselMetaller » 05.03.2006 21:01

grrr - das war ich :roll:

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