entschlüsselung von Primzahlen!

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Gast013

entschlüsselung von Primzahlen!

#1 Ungelesener Beitrag von Gast013 » 09.01.2005 17:34

Hallo zusammen!
Gesundes neues noch!

Also habe mal eine Frage?
Welche möglichkeiten gibt es Primzahlen Mathematisch zu entschlüsseln,wen hinter den Zahlen ein Texte versteckt ist?
Bin noch anfänger in dieser Sache und habe mich aber schon im Netz umgeschaut,aber nichts verständliches gefunden.
Bitte daher möglichst mit Beispiel.
z.B. bei den Zahlen ( 16 38 46 114 127 )
würde mich sehr drüber freuen!

MfG

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Patrick Keller
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#2 Ungelesener Beitrag von Patrick Keller » 09.01.2005 17:48

Ich weiß leider nicht was meinst ...
Erklär doch bitte mal genauer :)

Gast

#3 Ungelesener Beitrag von Gast » 09.01.2005 18:17

Ja hallo!
Also ich habe hier ein paar Zahlen das wie ich meine Primzahlen sind und die sind durch irgent ein Rechen-Verfahren Verschlüsselt worden.
Es soll sich ein Text hinter den Zahlen Verstecken.
Ich habe auch schon mehreres ausprobiert aber so richtig bin ich noch nicht dahinter gekommen!
z.B. die Zahlen 111 119 114 127
Das sind solche Zahlen Paare.

MfG

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#4 Ungelesener Beitrag von Dennis Kautz » 09.01.2005 19:26

Also 114 ist auf jeden Fall schonmal keine Primzahl :wink:

Ich würde auch sagen, dass das eher nach "Smalltalk" gehört...

Gast

#5 Ungelesener Beitrag von Gast » 09.01.2005 19:53

Ok gibt es eben ein Verfahren wo mann Zahlen nehmen kann die man mit rechnerrichen Formeln so zu sagen zu einen Text umwandeln kann?
Nachvollziehbar!Auch wenn es keine Primzahlen sind!Anhand der vorliegenden Zahlen?

MfG

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#6 Ungelesener Beitrag von SpeedKing » 09.01.2005 19:57

So ein Verfahren nennt sich "in der Zeichentabelle unter dem angegebenen Index nachsehen".

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#7 Ungelesener Beitrag von Xentar » 09.01.2005 20:03

Ich glaub nicht, dass es dafür ein spezielles verfahren gibt.. man weiß ja halt nicht, für welchen buchstaben nun welche zahl benutzt wurde..
man kann höchstens gucken, wie oft eine zahl vorkommt, und daraus dann ungefähr erraten, um was für einen buchstaben es sich handelt. z.B. kommen Buchstaben wie "e" oder "s" häufiger vor, als "q" oder "x".
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Gast

#8 Ungelesener Beitrag von Gast » 09.01.2005 20:09

Ok trotzdem danke erst mal!

MfG

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#9 Ungelesener Beitrag von Mystwalker » 10.01.2005 15:08

Im weitesten Sinne ist es möglich, über Primzahlen Daten zu verschlüsseln - PublicKey-Verschlüsselung basiert häufig darauf.
Zum Entschlüsseln benötigt man für gewöhnlich die zusätzlichen Informationen, die im PrivateKey stecken.
Alternativ kann man versuchen, eine "bestimmte" (ich lasse hier ein paar Details weg) Zahl zu faktorisieren.
Diese Zahl ist das Produkt zweier ungefähr gleich großer Primzahlen. Allerdings ist noch keine effiziente Methode bekannt, derart große Zahlen zu faktorisieren.
Das Produkt ist beispielsweise 2048 Bit lang (also ca. 600 Stellen), die Primfaktoren dann ungefähr 1024 Bit jeweils.

Allgemeine Zahlen bis zu 600-700 Bit lassen sich mittlerweile in einem einigermaßen erträglichen Zeitrahmen faktorisieren (einige Monate, mit heftiger Rechenkraft im Hintergrund vielleicht auch nur 1 Monat).

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#10 Ungelesener Beitrag von Midon » 10.01.2005 21:35

Xentar hat geschrieben:Ich glaub nicht, dass es dafür ein spezielles verfahren gibt.. man weiß ja halt nicht, für welchen buchstaben nun welche zahl benutzt wurde..
man kann höchstens gucken, wie oft eine zahl vorkommt, und daraus dann ungefähr erraten, um was für einen buchstaben es sich handelt. z.B. kommen Buchstaben wie "e" oder "s" häufiger vor, als "q" oder "x".
Also laut Bauer ist die Verteilung der Buchstabenhäufigkeiten im Deutschen enirsatdhulgocmbfwkzpvjyxq (von Häufig zu Selten, das Leerzeichen ist noch häufiger, wird aber normalerweise weggelassen) . Um einen Text zu Entschlüsseln, der Monoalphabetisch verschlüsselt ist, sollte man jedoch die Buchstaben Clustern. So haben die Buchstaben nirstatdhu etwa die gleiche Häufigkeit im Deutschen. Auch wird es immer einfacher die Buchstaben richtig zuzuweisen wenn der Text länger wird. Damit kann man die Entschlüsselung teilautomatisieren.

Interessanterweise kann man bei einem verschlüsselten Text, bei ausreichender Länge und falls er nicht vorher komprimiert ist, die Sprache in der er geschrieben ist herausfinden ohne ihn zu entschlüsseln. Deswegen sollte jedes vernünftige kryptographische Verfahren vor der Verschlüsselung komprimieren.

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